Zum Konfi-ABC
Abendmahl
In unserer Gemeinde können alle Christinnen und Christen am Abendmahl teilnehmen – ganz gleich, welcher Konfession sie angehören, egal ob sie evangelisch oder katholisch oder etwas ganz anderes sind. Auch das Alter spielt keine Rolle. Auch Kinder dürfen zum Abendmahl gehen – und natürlich auch Konfirmandinnen und Konfirmanden.
Früher war die Konfirmation damit verbunden, dass ein junger Mensch zum ersten Mal zum Abendmahl geht. Das ist heute in fast allen Gemeinden nicht mehr so – auch bei uns. Damit alle kommen können, gibt es bei uns Brot und Traubensaft – keinen Wein.
Bibel
Die Bibel ist ein wichtiges Buch für jeden Christen und jede Christin – und natürlich auch wichtig für die Konfirmandenzeit. Daher sollte jeder und jede von Euch eine eigene Bibel als ganz persönliches Exemplar haben.
Wir benutzen die Gute-Nachricht-Übersetzung im Konfi-Unterricht – andere Übersetzungen sind zwar auch in Ordnung, aber es stiftet immer wieder Verwirrung, wenn nicht alle den gleichen Text haben.
Daher bestellt die Kirchengemeinde für jede(n) Konfirmand(in) ein Starterpaket mit einer Bibel, einem Ordner und einer Kerze (25€). Außerdem stellen wir gegen eine Mietgebühr von 5€ ein Gesangbuch zur Verfügung, das dann am Ende der Konfirmandenzeit wieder abgegeben wird.
Für den Unterricht solltet Ihr die Bibel und das Gesangbuch mitnehmen, dazu Schreibzeug, Papier und den Konfirmandenordner.
Christ(in)
Ein Christ oder eine Christin ist ein Mensch, der Jesus nachfolgen will. Nachfolge bedeutet, dass man zu seinem Glauben steht, dass man versucht, so zu leben, wie Jesus es wollte. Ganz kurz fasst er das im Doppelgebot der Liebe zusammen: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst.“
Die Konfirmandenzeit kann und soll ein Stück Strecke auf diesem Weg der Nachfolge sein. Damit dies gelingt, muss sich jeder und jede aber auch auf diesen Weg einlassen.
Dienste
Während der Konfirmandenzeit sollt Ihr Euch auch aktiv am Gemeindeleben und im Gottesdienst beteiligen. Daher werden wir immer wieder Euch Konfirmanden und Konfirmandinnen um Mithilfe bitten.
Ein praktischer Dienst ist das Austeilen der Gemeindebriefe, die viermal im Jahr erscheinen.
Für den Gottesdienst bereiten alle Konfirmandinnen und Konfirmanden in Paaren (oder Dreiergruppen, wenn es nicht aufgeht) ein Fürbittengebet vor, das sie dann auch vortragen.
Kein Dienst im engeren Sinne ist das Gemeindepraktikum. Jede/r von Euch besucht eine Gemeindegruppe und einen Mitarbeitenden der Kirchengemeinde und berichtet dann im Konfirmandenunterricht davon.
Eltern
In der Konfirmandenzeit geht es natürlich zuerst einmal um die Jugendlichen. Aber auch die Eltern sollen bei uns vorkommen und sind herzlich willkommen. Verschiedene Infoabende für Eltern und Konfirmand(inn)en versorgen sie mit Informationen, aber auch der Gelegenheit, sich besser kennen zu lernen und auszutauschen. Außerdem gibt es im Herbst immer einen Abend zu Themen des Konfirmandenunterrichts – dieser ist nur für die Eltern.
Es wäre schön, wenn die Eltern ihre Kinder in den Gottesdienst begleiten. So besteht für die Familie die Möglichkeit, sich über das Gehörte und Gesehene auszutauschen.
An manchen Stellen sind wir auf die Hilfe einiger Eltern angewiesen, z.B. bei Fahrdiensten. Wenn solche Gelegenheiten aufkommen, werden sie rechtzeitig informiert.
Freizeit
Einmal in der Konfirmandenzeit gehen wir mit Euch auf eine Freizeit ein Freizeitheim in unserer Nähe. Dort können wir uns noch ein bisschen besser kennen lernen und als Gemeinschaft zusammenwachsen. An dem Wochenende werden wir ein Thema bearbeiten – es gibt aber auch viel freie Zeit für Euch.
Die Teilnahme an der Konfirmandenfreizeit ist für alle Konfirmandinnen und Konfirmanden verpflichtend. Nur Krankheit oder wichtige familiäre Anlässe (Beerdigungen) sind Entschuldigungsgründe.
Gottesdienst
Wir feiern unseren Gottesdienst in der Regel sonntags um 10 Uhr in der Kirche. Dazu sind alle eingeladen. Ihr Konfirmandinnen und Konfirmanden sollt diesen Gottesdienst kennen lernen. Daher erwarten wir, dass jeder und jede zu den Gottesdiensten kommt. Von besonderer Bedeutung sind die wichtigsten Feiertage im Kirchenjahr (Weihnachten, Karwoche, Ostern).
Besondere Gottesdienste sind für alle verpflichtend. Das ist zum ersten der Einführungsgottesdienst – der Start in die Konfirmandenzeit. Hier werden die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden der Gemeinde vorgestellt. Zum zweiten der Vorstellungsgottesdienst einige Wochen vor der Konfirmation – früher als Konfirmandenprüfung abgehalten, die es so nicht mehr gibt. Dieser Gottesdienst wird von Euch Konfirmandinnen und Konfirmanden vorbereitet und gestaltet. Und zuletzt natürlich die beiden Konfirmationsgottesdienste – ein Abendmahls-gottesdienst am Samstagabend und der Einsegnungsgottesdienst am Sonntag.
Hilfe
Etwas vergessen? Einen Termin verpasst? Eine Uhr verloren? Wir helfen gerne – auch bei persönlichen Fragen und Problemen könnt Ihr gerne zu uns kommen – wir lassen niemanden im Regen stehen...
Bei Fragen oder Problemen steht das Pfarramt gerne zur Verfügung.
Pfarrer Andreas Eisenmann
Pfarramtssekretärin Birgit Erhardt
Tel. 07852 / 2243 - pfarramt@kirche-legelshurst.de
www.kirche-legelshurst.de
Öffnungszeiten: Dienstag und Freitag 9-11 Uhr
Ich
Jede/r von Euch Konfirmandinnen und Konfirmanden ist ein Mensch für sich – und nach christlichem Verständnis ein von Gott geliebter und daher unendlich wertvoller Mensch. Jeder soll die Möglichkeit haben, sich mit seinen Gaben und Fähigkeiten einzubringen.
Ob sich jemand konfirmieren lassen möchte, sollte er oder sie selbst entscheiden. Es ist wichtig, dass Ihr hinter dem steht, was Ihr tut. Die Konfirmation ist Euer ganz eigenes Ja zur Taufe und zu Gott. Es ist nicht gut, einen Jugendlichen zur Konfirmation zu zwingen. Und das einzige Interesse an der Konfirmation sollen auch nicht die Geschenke sein…
Wir heißen aber jeden willkommen, der oder die gerne mitmachen möchte. Keiner, der die Konfirmandenzeit anfängt, muss sich auch konfirmieren lassen. Jeder kann sich das erst einmal anschauen und dann entscheiden – diese Freiheit besteht.
Jugendkreis
Nach der Konfirmandenfreizeit dürft Ihr Konfirmandinnen und Konfirmanden zum Jugendkreis bei Andreas Marz, der auch nach der Konfirmation weitergeführt wird.
Nähere Informationen gibt es dann am Ende der Konfirmandenzeit.
Konfirmation
Die Konfirmation ist der Abschluss und Höhepunkt der Konfirmandenzeit. Wir begehen die Konfirmation in zwei Gottesdiensten. Am Samstag feiern wir gemeinsam das Abendmahl. Hier haben wir Gemeinschaft untereinander, aber auch Gemeinschaft mit Gott. Am Sonntag dann ist der feierliche Einsegnungsgottesdienst. Jede(r) Konfirmand(in) bekommt die Hand aufgelegt und persönlich den Segen Gottes zugesprochen. Damit wird auch deutlich, wie wichtig jeder einzelne Mensch Gott ist.
Lieder
Die Lieder, die im Gottesdienst gesungen werden, sind eine bunte Mischung aus hunderten von Jahren. Manche davon gefallen Euch vielleicht, andere nicht so sehr. Wenn Euch ein Lied besonders gut gefällt, könnt Ihr uns das gerne sagen.
Nicht alle Konfirmandinnen und Konfirmanden sind große Sängerinnen und Sänger – aber vielleicht macht das Singen doch manchen Spaß. Probiert es einfach mal aus!
Mitarbeiter(innen)
In unserer Gemeinde gibt es viele Mitarbeiter(innen) in ganz unterschiedlichen Bereichen. Manche kümmern sich um Kinder (Jungschar, Kinderchor, Kindergottesdienst, usw.), andere um die Musik (Organisten, Kirchenchor, Posaunenchor), wieder andere darum, dass in der Gemeinde alles läuft und funktioniert (Kirchengemeinderat, Hausmeister usw.) – und einige Mitarbeiter(innen) sind für die Konfirmanden da. Das sind neben Pfarrer Eisenmann und Andreas Marz („Lättler“) einige junge Menschen, die ihre Konfirmation schon etwas hinter sich haben. Auch ein paar von Euch Konfirmandinnen und Konfirmanden können sich dafür melden, aber in der Regel erst für den jeweils übernächsten Konfirmandenjahrgang.
Neuigkeiten
Immer wieder gibt es interessante Angebote in unserer Gemeinde. Über diese informiert vor allem unser Gemeindebrief, der viermal im Jahr erscheint. Vielleicht schaut Ihr mit euren Eltern besonders während der Konfirmandenzeit immer mal in diesen Gemeindebrief.
Auf unserer Internetseite gibt es einen Bereich für den aktuellen Konfi-Jahrgang mit Bildern und Infos unter kirche-legelshurst.de/Konfis. Hier finden sich auch die Elternbriefe und dieses Konfi-ABC, falls mal was verloren geht.
Andere Informationsquellen sind dann natürlich der Schaukasten direkt vor der Kirche und natürlich das Verkündblatt der Gemeinde Willstätt. Auch in der Kehler Zeitung stehen Termine und gelegentlich Berichte über unsere Gemeinde. Wir haben auch einen Newsletter, den die Konfis verpflichtend und die Eltern freiwillig abonnieren (und lesen) dürfen.
Ab und zu bekommt Ihr oder eure Eltern einen Brief (oder in dringenden Fällen einen Telefonanruf) von uns.
Organisation
Für unsere Organisation ist
es wichtig, wenn Konfirmandinnen und Konfirmanden bei Krankheit oder anderen Gründen der Abwesenheit vor dem Unterricht von ihren Eltern im Pfarramt abgemeldet werden – und zwar so früh wie möglich. Gerade familiäre oder schulische Termine sind ja meist nicht erst am Mittwochnachmittag bekannt, sondern schon Wochen zuvor. Und auch viele Krankheiten treten nicht erst am Mittwoch auf. Entschuldigungen können über einen Brief, telefonisch oder auch per e-Mail zu mir gelangen – bitte nicht mündlich, dafür ist mein Gedächtnis zu schlecht. Natürlich gilt: Entschuldigungen erfolgen immer durch die Eltern!
Pfarrer
Mit dem habt Ihr immer wieder zu tun. Ihr seht mich mittwochs im Unterricht und sonntags in der Kirche. Natürlich auch bei der Freizeit, beim Vorbereiten der Fürbittengebete, bei den Elternabenden – und an vielen Stellen.
Wenn Ihr Fragen oder Probleme habt, könnt Ihr Euch gerne an mich wenden.
Quelle
„Bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.“ Dieser Vers aus dem 36. Psalm macht deutlich, was Gott für uns bedeutet: Für unser Leben kann er so wichtig sein wie das Wasser und das Licht - ohne diese können wir nicht leben.
In den Psalmen finden sich viele schöne Bilder für Gott. Wir beten im Gottesdienst die Psalmen im Wechsel – dabei ist es schön, wenn sich auch die Konfirmandinnen und Konfirmanden daran beteiligen. Die Psalmen sprechen wir auch im Unterricht.
Rechte
Wer konfirmiert ist, kann Pate oder Patin werden. In manchen Landeskirchen und Gemeinden wird dieser Grundsatz streng ausgelegt, an manchen anderen Orten reicht dazu auch die Taufe.
Wer konfirmiert ist, kann auch an den Kirchenwahlen teilnehmen.
Spruch
Jeder von Euch bekommt an seiner Konfirmation einen Bibelspruch mit auf den weiteren Lebensweg gegeben. Diesen Spruch sucht jeder und jede von Euch Konfirmandinnen und Konfirmanden im Laufe der Konfirmandenzeit für sich selbst aus.
Genaueres erfahrt Ihr rechtzeitig!
Taufe
Die Taufe ist Grundvoraussetzung für die Konfirmation. Mit der Konfirmation bestätigt Ihr, dass Ihr zu der Taufe steht, die Eure Eltern damals für Euch gewünscht haben.
Wenn ein(e) Konfirmand(in) noch nicht getauft ist, wird er oder sie vor der Konfirmation in einem Gottesdienst getauft. Darüber werden wir dann miteinander sprechen.
Unterricht
Der Konfirmandenunterricht ist in der Regel mittwochs von 17-18:30 Uhr – von dieser Zeit werden wir manchmal abweichen, um etwa früher anzufangen (Ausflug nach Kork). Manchmal geht es auch ein wenig länger oder kürzer – daher wäre es gut, wenn Ihr Konfirmandinnen und Konfirmanden nicht gleich um 18:30 Uhr den nächsten Termin habt.
Vorfahrt
Die Konfirmation und die Zeit davor erlebt jeder nur einmal. Die Zeit ist auf weniger als ein Dreivierteljahr beschränkt. Daher soll diese Konfirmandenzeit eine intensive Zeit sein. Manchmal ist es darum nötig, dass andere Dinge zurückstehen müssen. Wir versuchen, Termine möglichst frühzeitig bekannt zu geben, so dass sich alle Konfirmandinnen und Konfirmanden die Teilnahme einrichten können. Gut wäre es nun, wenn die Gottesdienste, der Konfirmandenunterricht und die übrigen Termine „Vorfahrt“ haben.
Die Schulen müssen für die achte Klasse den Mittwoch-nachmittag freihalten – das gilt auch für Praktika. In Problemfällen bitten wir um eine frühzeitige Rücksprache.
Wünsche
Wünsche, Vorschläge und Anregungen sind willkommen. Es ist für uns einfacher, die Konfirmandenzeit zu gestalten, wenn wir auch von Euch Konfirmandinnen und Konfirmanden hören, was Euch gefällt. Das heißt freilich nicht, dass wir alle Wünsche erfüllen können. ;-)
Xylophon
Das Xylophon kommt in der Kirche freilich selten vor – meistens wird im Gottesdienst dann doch die Orgel verwendet. Ab und zu hören wir auch das Klavier. Falls jemand von Euch noch ein anderes Instrument einbringen möchte, kann er oder sie dies gerne tun.
Ysop
„Da stand ein Gefäß voll Essig. Sie aber füllten einen Schwamm mit Essig und steckten ihn auf ein Ysoprohr und hielten es ihm an den Mund.“ (Johannes 19,29)
Zitat aus der Passionsgeschichte des Johannes – sonst gibt es zu dem Buchstaben Y eben nicht viel…
Zusammen
Alle Konfirmandinnen und Konfir-manden, die Eltern, die Pfarrer, die ehrenamtlichen Konfi-Mitarbeiter, die Kirchenältesten, die vielen verschie-denen Menschen in der Gemeinde – wir alle gestalten die Konfirmandenzeit zusammen. Die Gemeinde soll ein Ort sein, in dem sich alle wohl fühlen. Niemand soll ausgeschlossen werden. Diese Einstellung wollen wir Euch Konfirmandinnen und Konfirmanden entgegenbringen – im Gegenzug erwarten wir Euch Jugendlichen dasselbe.
„Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.“ (Brief an die Epheser 4,32)
